Das Gesicht des ersten Advents

Wir werden im nächsten KONTAKTE den Adventsweg ausführlich beschreiben.

Objektfotografie

Da der erste Advent kurz bevorsteht, stehen hier einstimmende Gedanken dazu. Schau hin! Reiß doch die Himmel auf! Das bekannte Adventslied wurde nicht umsonst geschrieben. Die Sehnsucht nach einer neuen und besseren Welt, ja nach einem Stück Himmel auf Erden beschäftigt die Menschen aller Zeiten. Denn wir sind vom Prinzip Hoffnung getragen und geben uns mit einem mangelhaften oder gar jämmerlichen Zustand nicht zufrieden. Wir suchen Licht und Hoffnung, gerade wenn große Not, Finsternis und Schatten Menschenschicksale erschüttern. Große Not ruft Kontrasterfahrungen wach. Der erste Advent „spielt“ mit diesen Kontrasten. Die Offenbarung eines Retters überleuchtet die Finsternis. Dass wir ihn ahnen und bei uns haben dürfen, erfüllt die Menschen selbst mit Hoffnungs-potentialen. Wachsamkeit und Wahr-nehmen der Welt stärkt und festigt, rüstet uns zu. Aber auch das Hinschauen auf Versäumnisse, Gleichgültigkeit und Schuld darf nicht fehlen. Selbsterlösung schafft die Not der Welt nicht ab. Hingegen: Gottes Stern leuchte uns, Himmelslicht der Schöpfung. Aus Finsternis und dunkler Nacht hat Gott der Welt das Licht gebracht (GL 259). Auch dieses Lied wird uns immer wieder begleiten. Schau hin! In Angst und Elend liegen wir (und wenn wir es nicht sind, schau hin! auf die Teile der Welt und auf die Menschen, denen es tatsächtlich jetzt sehr elend geht!) und flehn voll Sehnsucht auf zu dir!(GL753)

Pfarrer Martin Schwer