Gemeinsamer Ausschuss

„Kennzeichnend für die Seelsorgeeinheit ist die Spannung zwischen der Eigenständigkeit der einzelnen Gemeinden und der »Einheit«, dem »Verbund«, der Kooperationsebene.

Dabei geht es um die gleichermaßen notwendige wie spannungsreiche Wechselbeziehung von Subsidiarität und Solidarität.
Subsidiarität im Blick auf Seelsorge-einheiten meint, dass die einzelnen Gemeinden alles, was sie aus und mit eigenen Kräften tun können, auch selbst tun und selbst verantworten. Dort, wo Gemeinden wesentliche Aufgaben nicht aus eigener Kraft erfüllen können, erhalten sie Unterstützung in der Seelsorgeeinheit. Solidarität meint hier, dass die einzelnen Gemeinden nicht nur ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen wahrnehmen und vertreten, sondern zugleich das Ganze der Seelsorgeeinheit mit ihren unterschiedlichen Gemeinden im Blick behalten.“ Mit den so formulierten Leitlinien wurden in der Diözese Seelsorgeeinheiten zusammengestellt. Bald hat sich „Raum Oberndorf“ gebildet und für den Austausch und die gegenseitige Infor-mation der Gemeinsame Ausschuss. Das war vor fast 20 Jahren. Mit der Wahl der neuen Kirchengemeinderäte ist auch jetzt wieder ein Gemeinsamer Ausschuss zu bilden. Im Zuge von KiamO haben wir uns im Vorfeld dazu Gedanken gemacht, wie dieser Ausschuss gut arbeiten kann und welche Kompetenzen er haben soll und ob Entscheidungen, die alle Gemeinden betreffen nicht auch im Gemeinsamen Ausschuss nicht nur beraten, sondern auch beschlossen werden sollen.
Am Donnerstag 5. November 19:30 Uhr wird der neugebildete GA erstmals tagen und sich mit seinen Aufgaben und Kompetenzen befassen. Die Zusammensetzung konnte zuvor einmütig vereinbart werden. Die Kirchengemeinderäte habe ihre Delegierten gewählt. Ein Delegierter wird zusammen mit dem/der Gewählten Vorsitzenden dem GA angehören. Diskutiert wurde auch, wer stimmberechtigt und wer beratendes Mitglied sein soll. Das betrifft vor allem das Pastoralteam, das als Ganzes vertreten ist, allein die „Örtlichen Begleiter“ aber sollen mit Stimmrecht ausgestattet sein.
Pfarrer Martin Schwer