Maria Magdalena (22. Juli)

Am 22. Juli feiert die Kirche das Fest der Apostolin der Apostel“, dazu hat sie Papst Franziskus ernannt, da sie unzweifelhaft diesen Rang als Frau vor allen Aposteln verdient. Denn sie ist es, die den Herrn nach seiner Auferstehung als erste erkannt und von ihm erzählt hat. Dennoch wurde ihre Rolle lange in die Ecke der Sünderin getan, und ihren Rang ganz an der Seite oder noch vor den Aposteln wurde ignoriert. Hier hat die Kirche Aufholbedarf, wozu ihr Fest ermutigen sollte. Eine eigens für dieses Fest formulierte Präfation sagt Dank für ihr Vorbild und Lebenszeugnis.
Denn im Garten hat er sich Maria Magdalena am Ostertag offenbart, die ihn so sehr geliebt hat, als er auf Erden lebte.  Sie sah ihn sterben am Kreuz, sie suchte ihn im, als Erste betete sie ihn an, als er von den Toten erstanden war. Er aber hat sie ausgezeichnet als Apostelin für die Apostel, damit die frohe Botschaft vom neuen Leben bis an die Enden der Erde gelange. Darum preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen voll Freude das Lob deiner Herrlichkeit

Seligsprechung von Pater Philipp Jeningen

Das seltene Ereignis einer Seligsprechung in unserer Diözese wird am 16. Juli in Ellwangen/Jagst stattfinden. Der „gute Pater Philipp“ († 8.2.1704) ist auf der Ostalb und in der benachbarten Diözese Eichstätt gleichermaßen populär und beliebt. Viele pilgern zu seinem Grab in der Ellwanger Basilika St. Vitus. Jährlich gibt es einen Pilgerweg von Eichstätt nach Ellwangen oder umgekehrt. Der Apostel des Virngrund, wie er auch genannt wird, lebte Güte, Freundlichkeit, Friede und Selbstvergessenheit so anschaulich, dass seither Menschen in ihm Gottes Spuren in der Zeit erkennen.

Wie schon mal in KONTAKTE erwähnt, muss seine Strahlkraft auch Menschen in Hochmössingen erreicht haben, denn dort ist ein Kirchenfenster diesem neunen Seligen gewidmet.

Peter und Paul

Aus dem Kirchen-schatz ragen in gewisser Weise die beiden Apos-tel Petrus und Paulus heraus. Sie sind in der St.
Michaelskirche so platziert, dass sie gleichberechtigt im linken und rechten Seitenschiff angebracht sind. Das war bei der Kirchenrenovation Absicht. Sind sie es doch, die für den Auftrag, hinauszu-gehen, um das Evangelium Jesu Christi zu verkünden stehen. Jeder auf seine Weise. Ganz unterschied-lich taten sie es. Unter-schiedlich auch ihre Berufung: Petrus gilt als der Erste, den Jesus vom Fischen weg gerufen hat. Paulus nennt sich den Letzten, nicht wert Apostel genannt zu werden (1 Kor 15,8f). Vorbild für die Vielfalt an Wegen, Traditionen und Methoden, wie das Evangelium zu den Menschen kommt. Ihr Fest wird gemeinsam am 29. Juni gefeiert.
Pfr. Martin Schwer

Thomas Morus, Gedenktag: 22.Juni

England hat dieser Tage mit dem seltenen Thronjubiläum von Königin Elisabeth die Aufmerksamkeit der ganzen Welt. Ganz verschiedene Leute interessieren sich für dieses Ereignis. Es gibt sogar Adelsfor-scher, die hinter die Fassaden schauen, um Bedeutsames hervorzukramen. Ein vereinbartes Verhältnis der Monarchie zur Demokratie ist nicht selbstverständlich, in England „funktioniert“ es. Auch das Verhältnis von Staat und Kirche ist in England ein Besonderes. Es war nicht immer spannungsfrei und das ist gut so. Am Beispiel von Thomas Morus lässt sich ablesen, dass es Werte gibt, die auch gegen Regierende verteidigt werden müssen und dass es verkehrt wäre, wenn sich Kirche automatisch an die Seite der Mächtigen stellt und dabei dem Unrecht in die Hand spielt, wie es immer wieder geschieht. Unser Heiliger der Woche ist ein Beispiel für Handlungsfreiheit, Gleich-berechtigung, Toleranz, Gerechtigkeit und Frieden. Er war nicht opportunistisch. „Wir können aus dem Lebenskuchen uns nicht nur die Rosinen suchen“ sondern handelte nach seinem Gewissen: „Nie hätte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen wäre!“, sagte Thomas Morus
Thomas Morus wurde am 6. Februar 1478 in London geboren. Er machte sich schon in jungen Jahren einen Namen als Anwalt, Politiker, Gelehrter und Schriftsteller. Mit 25 Jahren war er bereits Mitglied des englischen Unterhauses.
Als überzeugter Christ hatte Thomas Morus lange überlegt, ob er Mönch oder Jurist werden sollte. Letztlich entschied er sich für eine weltliche Laufbahn als Jurist. Dies hinderte ihn jedoch in keinerlei Weise daran, sich mit theologischen Fragen zu beschäftigen und in der Kirche Verant-wortung zu übernehmen.
Gleichberechtigte Ausbildung seiner Kinder
Während im Mittelalter der Glaube an die Vorbestimmtheit des Menschen durch sein unentrinnbares Schicksal vorherrsch-te, glaubte der Humanist Morus an die Vernunft und Handlungsfreiheit, die je-dem Menschen von Gott gegeben ist. In diesem Bewusstsein erzog und lehrte Thomas Morus seinen Sohn und seine drei Töchter. Dass seine Töchter die gleiche akademische Ausbildung bekommen konnten wie sein Sohn, war Morus sehr wichtig. Damit war er seiner Zeit weit voraus, denn Mädchen konnten damals nicht einmal die Schule besuchen.
Thomas Morus steht zu seiner (christlichen) Überzeugung Unter König Heinrich VIII. – bekannt wegen seiner zahlreichen Ehefrauen – war Thomas Morus ein angesehener Politiker. Als sich der Papst weigerte, die erste Ehe Heinrichs aufzulösen, wollte sich der König von der römisch-katholischen Kirche tren-nen und selbst Oberhaupt der englischen Kirche werden. Heinrich brauchte einen klugen Politiker, um sein Vorhaben dem Volk schmackhaft zu machen, doch Morus ließ sich dafür nicht gewinnen, sondern stand fest zur Einheit der Kirche. Den Eid, den Heinrich die Bischöfe und seine Beamten schwören ließ, verweigerte Thomas Morus. Auch als er daraufhin in den Londoner Tower eingesperrt wurde, blieb er seinem Glauben und seinem Gewissen treu. Am 6. Juli 1535 wurde Thomas Morus enthauptet.
Seinen Humor, für den Thomas Morus bekannt war, hat er sich bis zuletzt bewahrt. Eine Anekdote erzählt, dass er den Henker bei seiner Hinrichtung gebe-ten habe, beim Zuschlagen mit dem Beil auf seinen Bart zu achten, da dieser keinen Hochverrat begangen habe.
Utopia
Als Schriftsteller wurde Thomas Morus mit seinem lateinisch verfassten Werk „Utopia“ berühmt. Es erschien 1516. Das Buch beschreibt die Lage der Insel Utopia und ihre wesentlichen Einrichtungen. Hinter dem Lob des utopischen Staates verbirgt sich beißende Kritik an den bestehenden Staaten seiner Zeit.
„Utopia“ ist…
… der Inselstaat im Nirgendwo, in dem die Menschen in Gleichheit, Einheit und Frieden zusammenleben.
… die Kritik an Staats- und Wirtschaftsformen der damaligen Zeit, die heute noch aktuell ist.
… der Traum von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
Thomas Morus – auch heute noch topaktuell
Nicht nur die Inhalte, für die Thomas Morus steht, sind für die KjG, die ihn als Patron erwählte, immer noch von Bedeutung. Vor allem auch seine Art und Weise und die Haltung, mit der er für seine Überzeugungen eingestanden ist und – im wahrsten Sinne des Wortes – den Kopf hingehalten hat, können für uns und unser Engagement vorbildlich sein:
- kritisch mitdenken
- verantwortlich handeln
- auf das Gewissen hören
- den Visionen trauen
- den Humor nicht verlieren
Thomas Morus macht deutlich, dass „nur Mitlaufen“ und „langes Diskutieren“ – ohne die Bereitschaft zur Entscheidung und zum Handeln – keine Aussicht auf Erfolg haben. In vielfacher Hinsicht sind wir als junge Christ*innen aufgerufen Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise müssen wir entscheiden, wie wir unseren Glauben und unser Leben zeitgemäß gestalten. Das Leben des Christen Thomas Morus kann uns dabei eine Orientierung sein. Quelle KjG

Pfarrer Martin Schwer

Ephräm, der Syrer: Klimaschützer und Harfe des Heiligen Geistes (9. Juni)

Sein Name wird es nicht in die Hitliste der Namensgebung schaffen, dennoch sei Ephräm erwähnt als ein Heiliger, auf den man schauen kann. Sein Namenstag ist der 9. Juni. In der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten wird in den Gottesdiensten aus der Apostelgeschichte gelesen und so können wir das Werden der christlichen Kirchen in ihren Anfängen betrachten. Eine spannende Zeit mit ständig neuen Herausforderungen. Die Anfänge im Heiligen Land und dann in Syrien machen uns aufmerksam, wie diese Geburtsstätten des „neuen Weges“ bis in unsere Zeit weiterexistierten und – schmerzhaft – in unserer Zeit ausgelöscht zu werden drohen. Die Kriege und Vertreibungen in Syrien und im Irak zerstören älteste christliche Gemeinden. Es geht nach 2000 Jahren verloren, was wohl nicht mehr wiederherzustellen sein wird. Ephräm der Syrier ist ein Vertreter des dort gewachsenen Christentums. Ephräm wurde um 306 in einer römischen Grenzstadt zum Perserreich geboren. Er wuchs in einer christlichen Familie auf, aber das Klima der Stadt war multi Bild: KNA/katholisch.de kulturell. Das Christentum, wie es 325 das Konzil von Nikäa für das Römische Reich festgelegt hatte, war eine von vielen christlichen Strömungen, und es hatte sich mit einer starken Konkurrenz heidnischer Kulte auseinanderzusetzen. Als junger Erwachsener ließ sich Ephräm taufen. Sein Grab im heutigen Nusaybin an der türkischen Grenze zu Syrien hat sich in den Ruinen der von ihm erbauten Kirche erhalten. Auch das zugehörige Baptisterium habe die Zeiten überdauert und erinnert an Ephräms Taufe. Sein Bischof zog ihn bald als Stütze heran: als Lehrer seiner Schule, Helfer in der Gemeindearbeit, Berater bei theologischen Fragen. Die beiden wurden ein erprobtes Duo. Ephräm, die „Harfe des Heiligen Geistes“, wie sein häufigster Ehrentitel lautet, hat ein gewaltiges Werk hinterlassen, aus dem bereits zu seinen Lebzeiten griechische Übersetzungen gefertigt wurden. Sein Einfluss reicht weit in die Traditionen der byzantinischen Kirchen hinein. Er gilt als bedeutendster syrischer Dichter und wird in der theologischen Literaturwissenschaft in einem Zuge mit Dante genannt. 1920 erhob ihn Papst Benedikt XV. auch für das lateinische Christentum zum Kirchenlehrer, ein Signal damals vor 100 Jahren, sich mit den christlichen Wurzeln in bedrohter Zeit zu solidarisieren. Ein Beispiel, wie Ephräm in bilderreicher Sprache von Christus und der Menschwerdung singt.: Gepriesen sei der Hirt, der zu unserer Versöhnung ein Lamm ward, und gepriesen der Rebstock, der zum Becher unsers Heils geworden! Gepriesen sei die Traube, die Quelle der Arznei des Lebens! Gepriesen sei auch der Landmann, der zum Weizen ward, welcher gesät wurde, und zur Garbe, die abgeschnitten ward! Er ist der Baumeister, der zum Turme der Zuflucht für uns geworden. Gepriesen sei er, der unsere geistigen Sinne bildete, um auf unsrer Harfe singen zu können, was keine Kehle eines Vogels in ihren Liedern zu singen vermag. Verherrlichung sei Ihm, der da sehend, wie wir durch unsern Zorn und unsre Gier den Tieren gleich zu werden Lust hatten, herabstieg, einer aus uns zu werden, damit wir himmlisch würden! Hier klingt der kritische Blick auf den Menschen an, der seine Menschlichkeit und Gottebenbildlichkeit verlässt. Diesen Menschen, die "Krone" der Schöpfung, wusste Ephräm sehr kritisch zu beleuchten: "Wie eine Made in der Scheune des Königs zernagt er die Schöpfung." Wie aktuell Ephräm sich in unsere Zeit der Klimakrise einbringt.

Pfarrer Martin Schwer

Papst Paul VI (*1897 – 6.8.1978)

wurde mitten im II. Vatikanischen Konzil 1963 zum Papst gewählt und setzte dieses mit Entschlossenheit fort. Lange Jahre gehörte er zum inneren Zirkel des Vatikan, 1954 wurde er Erzbischof von Mailand und erst Papst Johannes XXIII hatte ihn zum Kardinal erhoben. Kennzeichen seines Pontifikats, das auch sehr viele Kritiker erfuhr, war die Öffnung der Kirche zur Weltkirche hin. So war er der erste Papst der Weltreisen unternahm, der vor der UNO-Vollversammlung sprach, der das Hl. Land besuchte, Kontakt zum Judentum und mit der Orthodoxie aufnahm und sich für Gerechtigkeit und Frieden in einer sich rasant modernisierenden und auf Fortschrittsgläubigkeit setzenden Welt einsetzte. Er lehnte die Papstkrone ab und verschenkte sie an die Armen. Begraben werden wollte er in der Erde und nicht in einem Sarkophag. Seine Heiligsprechung erfolgte 2018 durch Papst Franziskus. Sein Gedenktag wurde der 29. Mai, der Tag seiner Priesterweihe.

Pfr. Martin Schwer

Heilige Corona

Die hl. Corona sollte mal erwähnt werden. Sie könnte durch das derzeit so präsente Virus zu neuer Bekanntheit kommen. Corona ist der Name einer Heiligen, die der Legende nach im zweiten Jahrhundert um 160/180 nach Chrisptus lebte, wohl in Syrien, andere Überlieferungen sehen sie im ägyptischen Raum. "Corona" ist das lateinische Wort für Krone oder Kranz. Ob die junge christliche Märtyrerin so hieß, oder ob sie erst nach ihrem Tod , der ihr die „Krone der Martyrerin“ verlieh so genannt wurde, ist nicht bekannt. Das Coronavirus Sars-CoV-2 hat seine Bezeichnung jedenfalls nicht von der Heiligen, sondern durch das bekannte kranz- oder kronenförmige Aussehen der selben.
Die Hl. Corona habe zusammen mit ihrem Ehemann wegen ihres christlichen Glaubens den Martyrertod auf grausame Weise erlitten. Ihren Namenstag feiert Corona am 14. Mai. Dargestellt wird sie häufig mit Palmen, einem Goldstück oder – ihrem Namen entsprechend – mit einer Krone. Es soll sogar Reliquien von ihr geben, nämlich im Aachener Dom. Im Straßburger Münster ist sie mit einem wertvollen Glasfenster verewigt. Diese Heilige soll – schon lange vor unserer Pandemie – bei Seuchen und gegen Unwetter und Hagel „zuständig“ gewesen sein. Warum also nicht jetzt die Zuständigkeit des christlichen Glaubens beim Klagen, Danken und Bitten neu abrufen? Es gibt Gründe zu danken, dass die Pandemie nicht mehr die hohen Wellen wie beim ersten und zweiten Mal schlägt, dass auch die zahllosen unzählbaren Wellengänge nicht mehr den gesammten Alltag nass machen. Es gibt immer noch Gründe, zu bitten, dass es gelingt, die Risiken der positiven Inzidenzen minimal zu halten und zu bitten, dass der Schnelligkeit des Virus mit Vorsichtsmaßnahmen begegnet wird. Es gibt immer noch Gründe, zu Klagen: über den Tod so Vieler, der nicht zu leugnen, nicht zu ignorieren und auch nicht verharmlost werden kann – um der Opfer und der Trauernden willen. Es gibt auch Gründe zu klagen darüber, wie sich Menschen in Krisen verhalten. Kleingeistig, nörglerisch, besserwisserisch. Natürlich, über die Sinnhaftigkeit einzelner Maßnahmen ließ und lässt sich disku-tieren. Zwischen den Zeilen zeigt sich aber immer deutlicher das Bild einer Gesell-schaft, in welcher das eigene mehr zählt als das Leben des Nächsten. Dass die eigene Meinung quer zu Solidarität stehen darf, auch quer zu Einsicht und Verstand, ist ein Spaziergang wert und sogar demon-stationswürdig geworden. Eigentlich beklagenswert und eines großen mühevoll errungenen Freiheitsrechts unwürdig. In einer Welt, in der jeder nur an sich denkt, ist nicht an alle gedacht. Deshalb gibt es viele Gründe, aus den Quellen des Glaubens liebevolleren Haltungen und Umgangsweisen die Krone aufzusetzen. Hl Corona, bitte für uns, dass „Gott euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft gebe, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt“(Kol 1,11). Kann es tröstendere, vor Selbstherrlichkeit verschon-endere und solidarischere Worte geben?
Pfarrer Martin Schwer

Joseph der Arbeiter (19. März)

Unter den Heiligen nimmt Joseph eine ganz besondere Stellung ein. Nicht nur sein „Josephstag“ am 19. März, sondern der Maifeiertag gibt Anlass zum Gedenken. Um in Zeitgenossenschaft mit den Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung zu treten, hat die Kirche diesen Feiertag „erfunden“. Die Erinnerung daran, dass Joseph gearbeitet haben muss, um die Hl. Familie zu ernähren, hat zu diesem Patrozinium geführt.

Pfarrer Martin Schwer

Kapuzinerpater Fidelis von Sigmaringen

Dieses Bild stellt dar, wie der Kapuzinerpater Fidelis von Sigmaringen am 24. April 1622 – vor genau 400 Jahren – in der Nähe von Chur in der Schweiz erschlagen wurde.
Fidelis wurde 1578 in Sigmaringen als Sohn wohlhabender und angesehener Bürger geboren. Sein Geburtsname war Markus Roy. Er verlor beide Eltern früh: Sein Vater – er war Bürgermeister von SIG – starb, seine Mutter ging eine zweite Ehe ein, aufgrund der sie Sigmaringen verließ. Die Kinder blieben zurück, für den minderjährigen Markus und seinen jüngeren Bruder Georg übernahm ein älterer Bruder die Vormundschaft. Georg Roy wird später – noch vor Markus – in den Kapuzinerorden eintreten.
Markus selbst wird zunächst Jurist und arbeitet für etwa ein Jahr in Enisheim im Elsass als Anwalt. Danach bittet er um Aufnahme in den Kapuzinerorden.
Als Markus 1612 in den Orden eintritt und seinen Ordensnamen Fidelis erhält, ist er 34 Jahre alt, spricht mehrere Sprachen und hat seine Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen. Auch bei den Kapuzinern fördert man ihn, die Ordens-interne Ausbildung absolviert er mit Bravour und schneller als üblich. Bereits vor dem Noviziat wird er zum Priester geweiht und am Franziskusfest 1613 legt er die ewigen Ordensgelübde ab. In der nächsten Zeit wechselt er jährlich Einsatzort, studiert und engagiert sich als Beichtvater und Prediger. Auch Rechtsberatung für Arme gehört zu seinen Aufgaben. Im Jahr 1618/19 ist er bereits Guardian in Rheinfelden in der Schweiz. Im Jahr darauf erstmals in Feldkirch.
Aufgrund seiner Beliebtheit als Seelsorger und Prediger erhält er mehrfach Predigtaufträge zu Missionszwecken. Sein Biograf Markus Hofer beschreibt ihn als „Zerrissenen“, der nach den Brüchen seiner Kindheit immer um Einheit bemüht war und gleichzeitig juristisches Denken
auch auf Glaubensfragen anwandte.
Für die Kapuziner ist Fidelis bis heute Herausforderung und Auftrag. Sein Glaube und der Einsatz dafür war ihm wichtig und unter dieser Rücksicht kann er ein Vorbild sein. Ebenso ist es bewundernswert, dass er stets bereit war, sich seinem Nächsten zuzuwenden – unabhängig von dessen Religion!

Pfarrer Martin Schwer

Max Josef Metzger / Marcel Callo

In Zeiten wie diesen kann Max Josef Metzger eine „Heiliger der Woche“ sein. Der 17. April ist ein Tag, seiner zu Gedenken – es ist der Tag, an dem er 1944 nach einem Schauprozess wegen Hochverrats hingerichtet wurde. Er war Verfasser eines Friedensmemorandums, das der Gestapo in die Hände fiel. Max Josef Metzger wurde 1887 in Schopfheim geboren und war Priester in der Erzdiözese Freiburg. Mit seinen Erfahrungen als Divisionspfarrer im 1. Weltkrieg wuchs er zum überzeugten Pazifisten. Er gründete den Friedensbund der deutschen Katholiken und weitere Initiativen, die sich für den Frieden zwischen den Völkern einsetzten. Seine Kurzbiographie steht in unserem Gotteslob unter „Beispielhafte Glaubenszeugen“ in einer Reihe mit Bischof Sproll, Eugen Bolz und den Geschwistern Scholl.

Ein weiter Glaubenszeuge aus dieser Zeit ist Marcel Callo, dessen Gedenktag nach seiner Seligsprechung (1987 durch Papst Johannes Paul II) der 19. April ist. Es ist der Tag seiner Verhaftung im Jahr 1944. Weil er Zwangsarbeitern zur Flucht verhalf, und seinen christlichen Glauben offen bekannte, wurde er selbst ins KZ gebracht und zu Zwangsarbeit verurteilt. 23-jährig wurde sein Leben aufgrund der unmenschlichen Bedingungen vernichtet. Er starb am 19. März 1945 an Erschöpfung.

Pfarrer Martin Schwer

Irene (1. April)

Irene, mit Namenstag am 1. April, ist die jüngste der drei Schwestern, die alle um 300 als Martyrerinnen starben. Die Geschwister sollen sich christliche Schriften und die Bibel besorgt haben, wodurch sie sich aus Überzeugung zum neuen Glauben bekannten. Diese Heilige mag für uns heute allein schon dadurch bedeutsam sein, weil ihr Name aus dem Griechischen kommt und Frieden bedeutet. Oft, besonders in anderen Ländern ist es auch heute noch so, dass man mit dem Namensgebung den Kindern gleichsam einen Wunsch und ein Programm mitgibt. Ihr Programm und unser Wunsch Frieden.

Pfarrer Martin Schwer

Fest der Verkündigung des Herrn (25. März)

Gott ist am Werk. Wir erkennen im Wirken des Engels seine Handschrift. Bei ihm ist nichts unmöglich, wenn es ums Leben geht. Eine neue Welt, eine neue Schöpfung soll mit dem angekündigten Kind entstehen. Dort, wo der Himmel offen ist, ist alles möglich!

Josephstag (19. März)

Manche erinnern sich noch: Es war einmal der 19. März ein Feiertag: Josephstag. In der Tat ist Josef ein sehr eindrucksvoller Heiliger. Einmal schlafend dargestellt, wie im rechten Kirchenfenster von St. Michael, aber auch sehr aktiv, als derjenige, der die Flucht nach Ägypten organisiert und bewältigt.
Josef verstand es, auf Gott zu hören, sich von seinem Willen leiten zu lassen und gerade deshalb noch einfühlsamer für die ihm anvertrauten Menschen da zu sein. Er weiß mit Realismus die Ereignisse zu deuten, ist aufmerksam auf seine Umgebung hin und versteht, Entscheidungen zu treffen. Er ist verfügbar und handelt zugleich besonnen und unverzüglich. Joseph ist ein einfacher und bescheidener Heiliger, ein Gegenbild der Mächtigen. Von Seiten der Mächtigen war für das Neugeborene Kind nichts Gutes zu erwarten. Das Hauptinteresse vieler Mächtiger, das hat sich bis heute nicht verändert, ist der Machterhalt – mit allen denkbaren Mitteln. Nicht nur die Hl. Drei Könige müssen vor Herodes ausweichen und auf einem anderen Weg heimkehren in ihr Land. Das Ahnen der Gefahr wird durch den Traum Josephs für die Heilige Familie zur Gewissheit und zum Auftrag: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten...; denn Herodes will nach dem Kind suchen, um es zu töten.“ (Mt 2,13). Joseph sorgt dafür, dass in lebensbedrohlichen Situationen leben teilen möglich ist. In der ungeheuren Spannung zwischen der Realität der Menschwerdung Gottes und der Realität von sorgenvoller Flucht rettet er göttliches und menschliches Leben und die mächtigsten Herren der Welt haben keine Chance. 

Pfarrer Martin Schwer

Johannes von Gott (8. März)

Am 8. März feiert die Kirche den spanischen Ordensgründer Johannes von Gott (1495–1550), der sich erst mit 40 Jahren zu Gott bekehrte. Nach seiner Bekehrung widmete er sich ausschließlich der Krankenpflege. Seine Pflege für sog. „Geisteskranke“ war revolutionär. Und er fand Gleichgesinnte und gründete den Orden der Barmherzigen Brüder.

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Märtyrerinnen Perpetua und Felicitas (7. März)

Am 7. März ehrt die Kirche die Märtyrerinnen Perpetua und Felicitas, die zu den ersten Blutzeuginnen gehören, deren Schicksal glaubwürdig überliefert ist. Die 22-jährige, adelige Perpetua, Mutter eines einjährigen Sohnes, und ihre Sklavin und Freundin, die schwangere Felicitas, starben im Jahr 203 in der Arena in Karthago, weil sie sich auf ihre Taufe vorbereiteten und ihrem Glauben nicht abschwören wollten.

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Fridolin von Säckingen (6. März)

Glaubensbote am Hochrhein; Apostel der Alemannen In der Litanei zu den Heiligen unserer Heimat, im Gotteslob Nr 936, wird auch der Hl. Fridolin von Säckingen erwähnt. Sein Namenstag und der aller, die Fridolin heißen, ist am 6. März. Bad Säckingen mit dem Fridolinsmünster hoch über dem Rhein ist ein Ausflug wert.
Die Legende lässt Fridolin Ende des 5. Jahrhunderts, aus Irland kommend, in Poitiers das Grab des von ihm verehrten Hilarius aufsuchen. Er findet den Wallfahrtsort jedoch durch die Wirren der Völkerwanderung völlig zerstört vor und lässt ein neues Gotteshaus errichten. Dafür ernennt ihn der Bischof von Poitiers zum Abt des zur Kirche gehörenden Klosters.
Es wird berichtet, dass Fridolin im Traum eine Insel erschienen sei. Die Suche nach diesem Ort führt den wandernden Gottesmann an den Rhein ins Land der Alemannen, wo er predigt und an vielen Orten Hilarius-Kirchen errichten lässt. Das von ihm gegründete Säckinger Doppelkloster entwickelt sich in der Folgezeit rasch zu einem religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum.
Zeitlich lässt sich die Legende einordnen in die Phase der sogenannten „fränkischen Landnahme" nach dem Sieg über die Alemannen im Jahr 496.
Als wandernder Abt ist Fridolin auch in der Schweiz aktiv gewesen. Davon berichtet eine weitere Legende.
In der Folgezeit erbaut Fridolin auch dort zahlreiche Hilarius-Kirchen. Daran soll der Name „Glarus" für den Landstrich erinnern. Im Wappen des Kantons jedenfalls erscheint Fridolin als Pilger.
Zur Verehrung des Heiligen gehört die seit 1347 alljährlichen Prozession. Acht Männer tragen dabei den sechs Zentner schweren Reliquienschrein durch die Straßen von Bad Säckingen.
In der Vergangenheit ist der Wahrheitsgehalt der legendenhaften Lebensbeschreibung unterschiedlich beurteilt worden. Heute gilt als gesichert, dass Fridolin als einer frühesten Missionare das Land der Alemannen bereist und in Säckingen eines der ersten Klöster gegründet hat. Nach einer Beschreibung aus der Erzdiözese Freiburg
In der Rheininsel beim heutigen Bad Säckingen erkennt Fridolin endlich sein lang gesuchtes Ziel. 

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Kathedra Petri (22. Februar)

Das seit dem 4. Jahrhundert gefeierte Fest Kathedra Petri (22. Februar) erinnert an die Berufung des Apostels Petrus zum Lehramt in der Kirche, ausgedrückt durch die Übernahme des römischen Bischofs-stuhls (Kathedra). Zugleich wird die „Schlüsselgewalt“ des heiligen Petrus gewürdigt in Bezug auf Matthäus 16,17-19.

Valentin, Cyrill und Methodius - Gedenktag 14. Februar

Neben dem vielbeachteten Valentin füllen am 14. Februar auch Cyrill und Methodius den Heiligenkalender. Drei Frauen und drei Männer gelten als Patrone Europas. Cyrill und Methodius sind unter Papst Johannes Paul II hinzugekommen. Den Anfang machte Papst Paul VI. als er den Hl. Benedikt zum Patron Europas erhob. Es folgten mit Katharina von Siena, der hl. Birgitta von Schweden und zuletzt mit Edith Stein für ihre Epoche bedeutende Frauen.
Die beiden Brüder Cyrill und Methodius wurde von Thessaloniki aus in die slawischen Gebiete gerufen. Ihr Verdienst besteht in besonderer Weise darin, dass sie die Bibel ins Slawische übersetzt haben und somit in ihrer Verkündigung dem Volk nahe waren.
Die eigens von Cyrill dafür geschaffenen Buchstaben (Cyrillisches Alphabeth) haben sich durchsetzen können. Auch für die Liturgie wurde die Volkssprache verwendet, sodass die beiden schon im 9. Jahrhundert als Vorläufer der Reformation, ja der Absichten des II. vatikanischen Konzils(1000 Jahre später) gelten dürfen. Da ihre Methoden der Mission trotz Widerständen und Verfolgungen in Rom erstaunliche Akzeptanz erfuhren, bildet ihr Vermächtnis eine Brücke zwischen Ost und Westeuropäischen Kulturkreisen, was ihre Erhebung zu Patronen Europas gerade heute wertvoll macht.

Pfr. Martin Schwer

Der heilige Blasius

Arzt, Bischof, Nothelfer, Märtyrer – das alles ist der heilige Blasius (gest. um 316), dessen Fest die Kirche am 3. Februar feiert. Wegen seiner großen Hilfsbereitschaft und seiner Toleranz gegenüber den Heiden wurde er zum Bischof von Sebaste (römische Provinz Kleinarmenien, heute in der Türkei gelegen) gewählt. In der Christen-verfolgung unter Kaiser Licinius wurde er enthauptet. Der Legende nach soll er einen jungen Mann im Gefängnis davor bewahrt haben, an einer Fischgräte zu ersticken. In Erinnerung daran wird bis heute der Blasiussegen gespendet.
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Johannes Don Bosco

Ein Heiliger mit Strahlkraft und ganz präsent. So können wir den Hl. Johannes Don Bosco charakterisieren. Schließlich hat Oberndorf das Don Bosco Haus und den Don Bosco-Kindergarten. Beides weist darauf hin, wofür dieser Heilige steht: Für hilfreiche Begegnung und fördernde Kinderfreundlichkeit. Das hat Don Bosco in seiner Zeit in erstaunlicher Aktualität getan. Er hat gemerkt, worauf es ankommt, wenn Zeiten und Bedingungen
sich verändern. 
Auch wir leben in sich wandelnden Zeiten.
So empfiehlt es sich, genau darauf zu schauen, was heute im Sinne von Don Bosco gefordert ist.

Pfr. Martin Schwer

Antonius, Mönchsvater in Ägypten (17. Januar)

Antonius, der bald nach seinem Tod den Beinamen der Große bekam, wurde um 250 geboren. Mit 20 Jahren traf ihn die Bibelstelle vom reichen Jüngling mitten ins Herz: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen; und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!“ (Mt 19,21).
Antonius verkaufte tatsächlich seinen ganzen Besitz, versorgte seine Schwester, verteilte das übrige Geld unter den Armen und zog in die Wüste, um als Einsiedler in radikaler Armut, Schweigen und Askese zu leben. Auf der Suche nach noch größerer Einsamkeit flüchtete sich Antonius in ein ehemaliges Felsengrab und weiter auf einen Berg jenseits des Nils, wo er der Überlieferung nach zahllose Kämpfe mit Dämonen und quälende Visionen und Versuchungen überstand.
Nur zweimal soll er diese Abgeschiedenheit verlassen haben: um das Jahr 311 stand er in Alexandria verfolgten Christen bei, und nach dem Konzil von Nizäa reiste er wiederum nach Alexandrien, um auf Bitten seines Freundes, des Kirchenvaters Athanasius, gegen den Arianismus zu predigen.
Antonius blieb nicht allein in der Wüste. Der von vielen als Ratgeber geschätzte Einsiedler wurde oft besucht. Viele Mönche kamen und suchten bei ihm Rat, einige blieben. Sie wählten ebenfalls das Eremitenleben. So entstand die erste Gemeinschaft von Einsiedlern und, als diese um eine Niederlassung eine erste Mauer zogen, das erste Kloster – der Ursprung allen klösterlichen Lebens. Darum gilt Antonius als Begründer des christlichen Mönchtums.
Seine Verehrung breitet sich seit dem 5. Jahrhundert auch im Abendland aus. 
Er ist Namensgeber für das „Antoniusfeuer“, einer Seuche, die sich durch einen vorwiegend im Roggen wachsenden giftigen Getreidepilz (Mutterkorn) verbreitete: Die Vergiftungen führten zu Wahnvorstellungen, Krämpfen, Atemlähmung und Kreislaufversagen. Im 11. Jahrhundert wurde zur Pflege der Kranken der Antoniterorden gegründet, der sich in ganz Europa verbreitete. Er baute rund 370 Hospitäler. Das für uns bekannteste wohl in Colmar, für das Matthias Grünewald den Isenheimer Altar schuf. An ihm konnten sich die Kranken aufrichten. In dem mit Schmerzen leidenden Christus konnten sie ihre Schmerzen wiederfinden. Er teilt unser Leben, unseren Schmerz und so konnten die Kranken sich im Anblick des Leidenden vom Glauben trösten lassen. Und sicher auch von den Motiven des von seinen Visionen geplagten Antonius (siehe. der entsprechende Altarflügel). Wenn, wie in Altoberndorf Corona-Masken am Christbaum hängen, könnten wir den Sinn des Glaubens an Gottes Menschwerdung als Erweis der Solidarität Jesu im Kranksein und Leiden in unseren Tagen ebenso begreifen.
Die Antoniter erhielten als Gegenleistung für die Krankenpflege das Recht, das „Antoniusschwein“ auf Kosten der Allgemeinheit frei laufen zu lassen und mit einem Glöckchen zu kennzeichnen. Immer am Antoniustag wurde eines der Tiere für die Kranken geschlachtet.

Johannes – Fest am 27. Dezember

Der Heilige Johannes war der Sohn von Zebedäus und Salome. Sein Bruder war Jakobus der Ältere, einer der zwölf Apostel. Die Mutter des hl. Johannes war mit der Muttergottes verwandt. Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, zählte neben Petrus und seinem Bruder Jakobus zum engsten Freundeskreis Jesu und war von Beruf wie der hl. Petrus Fischer. Beim  letzten Abendmahl lehnte er an der Brust des Herrn, er war bei Jesu Verklärung am Berg Tabor dabei, begleitete Jesus auf den Ölberg und ging mit ihm bis zum Kreuz, wo ihm Jesus seine Mutter als Mutter für uns alle schenkte: ,,Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ 
Nach dem Tod Jesu gründete Johannes mehrere Gemeinden in der Gegend um Ephesus, die er alle selbst leitete. Dort wurde er unter dem Christenhasser Kaiser Domitian festgenommen und nach Rom abgeführt, wo er gefoltert wurde und anschließend an der Porta Latina. Aus Angst vor dem Apostel aufgrund dieses Wunders, verbannte man ihn auf die griechische Insel Patmos, wo er Erzgrabungen verrichten musste. Auf dieser Insel offenbarte ihm Gott die Geheimnisse über die letzten Dinge, hier schrieb Johannes das letzte Buch der Bibel, die Johannes Apokalypse, nieder. Nach dem Tod Domitians kehrte er nach Ephesus zurück, verfasste auf Bitten der Gläubigen und Bischöfe Kleinasiens das vierte Evangelium, nachdem er zuvor lange Zeit gebetet und gefastet hatte. Vor dem Schlusssegen oder nach der Heiligen Messe am 27. Dezember, dem Gedenktag des Lieblingsjüngers, wird der sogenannte ,,Johanniswein“ gesegnet. Seit dem 14. Jahrhundert gibt es die Formel ,,Trinke die Liebe des Johannes“.   

Pfr. Simeon

Heilige Lucia! - Gedenktag 13. Dezember

Sie wurde um 283 in Syrakus, Italien geboren. Lucia bedeutet Licht und die funkelnden Augen des kleinen Mädchens zeigten, dass sie gut benannt war. Sie war die Tochter sehr edler und reicher Eltern. Ihr Vater starb, als sie noch sehr jung war, und Lucia versprach Jesus heimlich, dass sie niemals heiraten würde, damit sie für ihn allein sein könnte, dessen Liebe sie für kostbarer hielt als alles andere auf der ganzen Welt. Lucia begleitete ihre Mutter zum Grab durch ihre Gebete und die der hl. Agatha wurde ihre Mutter geheilt. Lucia litt damals unter großer Verfolgung in den Händen des Kaisers, weil sie sich weigerte, die römischen Götter anzubeten. Der Gouverneur befahl, Lucia zu ihm zu bringen und befahl ihr, den heidnischen Göttern zu opfern. Als sie sich weigerte, wurde sie an einen Ort der Sünde und Schande gebracht und mit Empörung behandelt. Aber Gott griff mit einem Wunder ein und half ihr, ihre Reinheit zu bewahren. Als böse Männer versuchten, sie mit Gewalt wegzuziehen, wurde die Jungfrau plötzlich durch die Kraft Gottes unbeweglich. In seiner Wut befahl Gouverneur, ein Feuer um sie herum entzünden zu lassen. Als einer der Diener sah, dass sie selbst inmitten lodernder Flammen unverletzt war, steckte sie sich ein Schwert durch die Kehle. So starb Lucia am 13. Dezember 304 als Märtyrerin aus Liebe zu ihrem göttlichen Ehepartner. Sie wurde seit dem sechsten Jahrhundert in Rom unter den berühmtesten jungfräulichen Märtyrern geehrt, deren Triumphe die Kirche feiert, und ihr Name wurde in den Kanon der Messe eingefügt sowohl in Rom als auch in Mailand.

Pfr. Simeon

Hochfest der ohne Erbsünde empfang-enen Jungfrau und Gottesmutter Maria - 8. Dezember

Bei diesem Fest geht es um Marias Leben vom ersten Moment an. Schon als sie gezeugt wurde und zu wachsen begann im Bauch ihrer Mutter, sagt das Dogma von 1854, stand nichts zwischen ihr und Gott. Obwohl sie keine Göttin ist, sondern Mensch wie wir alle, zeichnet Gott sie damit aus, dass sie nicht drinhängt im Netz der Sündenverflochtenheit. Von allem Anfang an trübt nichts, absolut gar nichts, ihre Beziehung mit ihm.

Cäcilia - Gedenktag 22. November

Cäcilia wird seit dem 5. Jh. Verehrt. Für ihr Leben gibt es jedoch keine gesicherten historischen Angaben. Vermutlich lebte sie im 3. Jh. Der Legende nach stammt sie aus vornehmer römischer christlicher Familie. Schon früh habe sie sich Jesus als Braut versprochen. Dem Wunsch ihrer Eltern gemäß heiratete sie den vornehmen Jüngling Valerian. Wegen ihres Versprechens bat sie während ihrer Hochzeitsmusik zu Gott um Jungfräulichkeit auch in der Ehe. Hieraus entwickelte sich ihr Patrozinium der Musik. Sie erzählte Valerian, dass ein Engel ihre Jungfräulichkeit beschützen würde, er diesen aber erst sehen könne, wenn er selbst den christlichen Glauben annimmt. So ließ sich zunächst Valerian, später auch sein Bruder Tiburius taufen. Die beiden Brüder wurden daraufhin verhaftet und zum Tode verurteilt, Cäcilia auf verschiedene Weisen gefoltert. Sie musste in einen Kessel siedenden Wassers steigen, das ihr jedoch nichts anhaben konnte. Als sie enthauptet werden sollte, überlebte sie schwerverletzt noch drei Tage. 

Pfarrer Simeon

Elisabeth von Thüringen - Gedenktag 19. November

Ich habe es immer gesagt: Man muss die Menschen froh machen. (Elisabeth von Thüringen). Die Heilige Elisabeth, wurde am 1207 als Königstochter in Ungarn geboren, kam mit vier Jahren auf die Wartburg: Vierzehnjährig wurde sie mit dem thüringischen Landgrafen Ludwig IV. vermählt und war sechs Jahre lang mit ihm in glücklicher Ehe verbunden. Als Ludwig 1227 auf dem Kreuzweg starb, stand die erst 20-jährige Elisabeth mit ihrem drei Kindern ohne Schutz da und musste die Wartburg verlassen.
Als ihrem Witwengut gründete sie in Marburg ein Spital und verbrachte dort ihre letzten Lebensjahre mit der Pflege von Kranken. Sie starb erst 24-jährig in Marburg. Ihre tiefe Christusliebe führte sie ihr ganzes Leben hindurch zu Einfachheit, Armut und zu den Kranken und Notleidenden. Die Familie ihres Mannes stand der Armenhilfe Elisabeths ablehnend gegenüber, weshalb sie oft auf Widerstand traf. Als sie einmal heimlich Brot zu den Armen bringen wollte und auf ihren Schwager traf, der von ihr wissen wollte, was sie in ihrem Korb versteckt habe, da fand er im Korb jedoch nur Rosen – eines der zahlreichen Wunder, die von Elisabeth berichtet werden.

Hubertus von Lüttich - Gedenktag 03. November.

Hubertus wurde um 665 als Sohn einer fränkischen Adelsfamilie geboren. Als Pfalzgraf lebte er zunächst am Hof von Frankenkönig Theuderich III: in Paris, dann in Metz beim ostfränkischen Hausmeier Pippin. Nach dem Tod seiner Frau und seines Vaters zog er sich 695 vom öffentlichen Leben zurück und lebte einige Jahre als Einsiedler in den Ardennen, wo er sich von der Jagd ernährte. Nachdem er eine Pilgerfahrt nach Rom unternommen hatte, wirkte er als Glaubensbote in Südbrabant und in den Ardennen.
Als er um 705 Bischof von Maastricht wurde, verlegte er den Bischofssitz nach Lüttich. Er war als umsichtiger Seelsorger beliebt und trug den Ehrentitel ,,Apostel der Ardennen“, da er sich um eine Verbreitung des Christentums auch in den abgelegenen Regionen bemühte. Huber-tus starb 727 in Tervueren bei Brüssel, seine Gebeine wurden später nach Andagena in den Ardennen verbracht.
Im 11. Jahrhundert wurde die Eustachiuslegende von der Erscheinung eines Hirsches mit einem leuchtenden Kreuz zwischen dem Geweih auf ihn übertragen, sodass er auf Darstellungen leicht mit Eustachius verwechselt werden kann.

Pfr. Simeon

Hedwig von Andechs - Gedenktag 16. Oktober.

Es ist Gottes Wille und es muss uns das gefallen, was Gott will und was Gott unserem Herrn gefällt. Hedwig wurde 1174 auf Schloss Andechs am bayerischen Ammersee als Tochter des Grafen von Meran geboren. Erzogen wurde sie im Kloster Kitzingen von ihrer Tante, die dort Äbtissin war. Im Alter von dreizehn Jahren wurde sie mit Herzog Heinrich I. von Schlesien vermählt.
Sieben Kinder brachte sie zur Welt. Mit großem Einsatz unterstützte sie ihren Gatten dabei, das christliche Leben unter den Slawen zu fördern. So holte sieverschiedene Orden ins Land und stiftete um das Jahr 1201 das Zisterzienserinnenkloster Trebnitz bei Breslau. Wie ihre Nichte, die hl. Elisabeth von Thüringen, pflegte sie Kranke und half Notleidenden. Nach dem Tod ihres Mannes lebte sie im Kloster Trebnitz, jedoch ohne das Ordens-gelübde abgelegt zu haben, und starb dort am 15. Oktober 1243.
In ihrer asketischen Lebensweise ging sie auch im Winter oft barfuß. Als ihr Beichtvater sie anwies, sich neue Schuhe anfertigen zu lassen und diese auch zu tragen, trug sie diese gehorsam – allerdings in der Hand.
Ihr Grab befindet sich im Kloster Trebnitz (Trzebnica) und ist die bedeutendste Wallfahrstätte Schlesiens. Reliquien werden außerdem im Kloster Andechs aufbewahrt.

Pfarrer Simeon

Franziskus von Assisi - Gedenktag 4. Oktober

Gott ist Freude, deshalb hat er die Sonne vor dein Haus gestellt. Franziskus wurde 1181 oder 1182 in Assisi als Sohn eines reichen Tuchhändlers geboren. Nach einem ausschweifenden Lebensstil in jungen Jahren geriet er in der Schlacht zwischen Assisi und Perugia in Gefangenschaft und erkrankte schwer, was zu seiner Bekehrung führte. Er entschloss sich zur Nachfolge Jesu in vollkommener Armut und gründete mit Gleichgesinnten die Gemeinschaft der Minderbrüder, mit denen sich der ,,Poverello“ (kleiner Armer) Genannte um Arme und Kranke sorgte.
Seine Neuentdeckung des Evangeliums wurde von den Armutsbewegungen seiner Zeit aufgegriffen. Viele Legenden schildern seine Vertrautheit zu den Tieren. Seine Christusverbundenheit wurde durch seine historisch verbürgte Stigmatisierung 1224 sichtbar. Er starb 1226. Sein Grab befindet sich in der dortigen Kirche San Francesco.

Pfr. Simeon

Kosmas und Damian! - Gedenktag 26. September.

Ein guter Arzt vermag mit einem nassen
Handtuch mehr auszuüben als ein schlechter mit einer ganzen Apotheke. Über die Zwillingsbrüder Kosmas und Damian gibt es nur legendäre Berichte. Demnach waren sie Ärzte im Sohn-Gottes-Hospital bei Kyrrhos im heutigen Syrien. Sie behandelten die kranken Menschen kostenlos und konnten dadurch viele zum Christentum bekehren. Auch für kranke Tiere sorgten sie. Eine Legende berichtet, dass sie von Engeln assistiert, einem schlafenden Kranken, dem sie ein Bein amputieren mussten, erfolgreich das Bein eines gerade Verstorbenen ansetzen konnten.
Vermutlich haben sie um das Jahr 300 das Martyrium erlitten. Aufgrund ihres selbstlosen Wirkens und ihres Dienstes an den Armen werden sie heute noch verehrt und sind Patrone der Ärzte und Apotheker. Zusammen mit Cyrus und Pantaleon gehören sie zur Gruppe der sog. ,,heiligen Geldverächter“, da sie für ihre Dienste von den Armen kein Geld verlangten.
Einige Reliquien der Heiligen befinden sich im Essener Domschatz, ihre Gebeine ruhen in der Jesuitenkirche St. Michael in München.

Pfr. Simeon

Heiliger Kornelius - Gedenktag 16. September

feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Kornelius, der von 251 bis 253 Papst gewesen ist. Seine kurze Amtszeit fiel in eine „Pause“ der Christenverfolgungen des Kaisers Decius, jedoch in eine sehr unruhige Zeit innerhalb der Kirche. In der Frage, wie mit den in der Verfolgung abtrünnigen Christen umzugehen sei, kam es zwischen Kornelius, der eine gemäßigte Position einnahm, und seinem Kontrahenten Novatian zur Spaltung und zur Wahl eines Gegenpapstes. Eine Synode in Rom konnte das Novatianische Schisma beenden. 253 wurde Kornelius vom Kaiser verbannt und starb im Exil. Er zählt zu den vier heiligen Marschällen Gottes – Schutzheilige, die gegen Seuchen angerufen wurden.

Heiliger Dominikus!

Geh und bete; Gott wird vorsorgen. 

Dominikus wurde um 1170 bei Burgos in Spanien geboren. In Palencia studierte er Theologie und Philosophie, ab 1196 war er Kanonikus an der Kathedrale von El Burgo de Osma. 1206 wurde er von Papst Innozenz III. nach Südfrankreich geschickt, um als Wanderprediger gegen die Albigenser zu wirken. Später gründete er dort eine Missionsstation, in der bekehrte Albigenserinnen aufgenommen wurden. In Toulouse gründete Dominikus 1215 eine Gemeinschaft von Predigern, die das Volk religiös unterweisen und die Irrlehren der Albigenser bekämpfen sollten. Die Predigergemeinschaft, aus der sich der Dominikanerorden entwickelte, lebte von Almosen und wurde zum zweiten großen Bettelorden des Mittelalters, der ebenso wie die Franziskaner eine Erneuerung der Kirche anstrebte. Dominikus war ein geschätzter Seelsorger, dem besonders die Armen am Herzen lagen. In einer Hungersnot 1191 soll er seine teuren Bücher verkauft haben, um mit dem Erlös den Hungernden zu helfen. Er starb 1221 in Bolgna, sein Grab befindet sich in der dortigen Kirche seines Ordens.

Pfr. Simeon

Heiliger Christophorus! - Gedenktag 24. Juli.

Der frühchristliche Märtyrer, dessen Leben weder zeitlich noch örtlich historisch belegt werden kann, wurde schon früh verehrt. Bereits 452 wurde ihm in Chalkedon, heute ein Stadtteil Istanbuls in der Türkei, eine Kirche geweiht. Legenden berichten, dass der hünenhafte Mann von einem Eremiten zum Christentum bekehrt wurde, in Lykien tätig war. Als Soldaten ihn deswegen gefangen nehmen wollten, steckte er seinen Stab in die Erde, wo dieser als Zeichen für den wahren Christusglauben erblüht sei. Aufgrund einer Legende, die erst im 13. Jh. aufkam, ist Christophorus heute vor allem als ,,Christusträger“ bekannt. Er soll im Dienst für Jesus Pilger über einen Fluss getragen haben. Eines Tages trug er ein Kind, das dabei auf seinen Schultern
immer schwerer wurde. Nur mühsam erreichte er das andere Ufer, wo sich das Kind als Christus zu erkennen gab.
Christophorus gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Er ist der Patron der Reisenden, Pilger, Auto- und Radfahrer, Straßenwärter, See- und Fährleute, Gärtner. Man ruft ihn an um eine glückliche Reise und Rückkehr vom Straßenverkehr, bei Unwetter und Wassergefahr; gegen jähen Tod.

Pfr. Simeon

Benedikt von Nursia

Gedenktag 11. Juli.
Benedikt wurde um 480 in Nursia in Umbrien/Italien als Sohn einer adligen Familie geboren. Nach kurzer Studienzeit in Rom ließ er sich als Einsiedler im Aniotal bei Subiaco in einer Höhle nieder. Viele Menschen besuchten ihn, sein Ruf verbreitete sich. Schließlich baten die Mönche des Klosters Vicovaro in Norditalien ihn, ihr Abt zu werden. Als ihnen seine Regeln zu streng wurden, so berichtet die Legende, wollten sie ihn vergiften. Doch als Benedikt das Kreuz über den Becher schlug, ging dieser entzwei, und so wurde der Verrat offenbar. Er ging zurück ins Aniotal, wo sich schon bald Gefährten um ihn sammelten.
Mit ihnen gründete er 529 ein Kloster auf dem Montecassino bei Neapel und vollendete seine Klosterregel, die über den Benediktinerorden hinaus zur Grundlage des gesamten abendländischen Mönchtums wurde. Sein Wahlspruch lautete ,,Ora et labora – bete und arbeite“. Der ,,Vater des abendländischen Mönchtums“ starb um 547 im Kloster Montecassino und wurde dort neben seiner kurz zuvor verstorbenen Zwillingsschwester Scholastika beigesetzt. Reliquien Benedikts werden heute auch in Einsiedeln, Benediktbeuern und Metten verehrt. Das Kloster Montecassino wurde mehrmals fast völlig zerstört, zuletzt im Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 wurde es anhand der ursprünglichen Baupläne, die vor der Vernichtung gerettet worden waren, wiederaufgebaut. Es ist heute wieder Kloster, in dem Besucher willkommen sind.

Pfarrer Simeon

Johannes der Täufer

Gedenktag 24. Juni.
Johannes der Täufer scheint so etwas wie eine Trennlinie zwischen den beiden Testamenten zu sein. Er stellt in seiner Person das Alte dar und verkündet doch das Neue. Johannes, der ein halbes Jahr vor Jesus als Sohn des jüdischen Priesters Zacharias und dessen Frau Elisabeth geboren wurde, predigte um 28/29 in der Wüste, am Jordan und bei Jerusalem über das kommende Gottesreich, mahnte zur Umkehr und spendete die Bußtaufe. Er verstand sich als Rufer in der Wüste, der dem Größeren, der nach ihm kommt, den Weg bereitet. Als auch Jesus zu ihm kam, um sich taufen zu lassen, erkannte er ihn als Lamm Gottes. Die ersten Anhänger Jesu kamen aus dem Jüngerkreis des Täufers. Als Johannes König Herodes offen zurechtweist, weil dieser die Frau seines Bruders, Herodias, geheiratet hat, lässt Herodes ihn einkerkern, und Herodias findet eine Gelegenheit, Johannes köpfen zu lassen. Johannes ist neben Maria der einzige Heilige, dessen Geburtstag die Kirche feiert, während sonst der Todestag begangen wird. Fast in ganz Europa brennen am Johannistag die Johannis- oder Sonnenwendfeuer, um die getanzt wird und über die man springt. Für eine gute Ernte lässt man von den Höhen brennende Räder ins Tal rollen.

Ihr Pfarrer Simeon

Heiliger Antonius von Padua

Antonius von Padua und das Antoniusbrot
Zunächst erwähnt als als ein Ordensmann und Prediger, Kirchenlehrer, geboren um 1195 in Lissabon. Sein Geburtsname war Fernandez. So trat er 1212 zunächst den Augustiner-Chorherren in Coimbra, Portu-gal bei, Er erhielt dort auch die Priesterweihe und wechselte um 1220 zum Fran-ziskanerorden. Dort nahm er dann den Namen Antonius an. Er wollte in Marokko missionieren, erkrankte jedoch schwer und mußte wieder zurückkehren. Auf der Heimreise erlitt er Schiffbruch vor Sizilien und blieb dann darauf hin in Italien. Später ging er nach Oberitalien und wurde in der Folge zu einem der begeisternsten Pre-diger der Kirchengeschichte.; hatte wohl oft mehrere tausend Zuhörer, wenn er auf der Kanzel stand. Er predigte auch der Überlieferung nach von 1224 bis 1226 in Südfrankreich und ließ sich dann später endgültig in Padua, Oberitalien nieder. Franz von Assisi ernannte ihn sogar zum ersten Lehrer der Theologie für seine „Minderbrüder‘“.
Antonius ist am 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua gestorben. Antonius hatte einen sehr kurzen „Heilig-Sprechungs-prozeß“ und wurde am 30. Mai 1232 bereits heiliggesprochen. 1263 wurden die Gebeine in die Antoniusbasilika (auch Kirche Il Santo genannt) in Padua, die für die Aufbewahrung der Gebeine gebaut worden war, übertragen. Der Sarkophag ist bis heute eine Wallfahrtstätte. Am 16. Januar 1946 wurde Antonius zum Kirchenlehrer erhoben.
Dargestellt häufig als junger Franziskaner, mit dem Jesuskind auf dem Arm, auch mit der Gottesmutter Maria abgebildet, oftmals mit einer Lilie in der Hand. Ferner auch mal mit einem Esel, mit ein paar Fischen (denn es heißt er habe sogar den Fischen gepredigt), außerdem mit Hostie und Monstranz abgebildet, da er ein eifriger Verehrer der heiligen Eucharistie gewesen war. Desweiteren mit einem Kreuz und in Predigthaltung.
Patron In Padua, Lissabon, Paderborn und Hildesheim und natürlich auch der Franziskaner; besonders für das Wiederfinden verlorener Sachen. Ferner gilt er auch als Patron der Liebenden, der Eheleute, der Familien, der Armen und der Reisenden, desweiteren der Bäcker, Bergleute, gegen Viehkrankheiten, Fieber, gegen Schiffbruch, Pest und in allen Nöten!
Antonius von Padua ist durchaus ein sehr bekannter und beliebter Heiliger nicht nur in Italien, wo in sicher schon zahlreiche Menschen in Padua besucht haben. Wir kennen ihn auch von vielen unserer Kirchen, meist am hinteren Teil der Kirche in der Nähe des Eingangs positioniert, verbunden mit einem Opferstock in der Nähe, …. In vielen Gemeinden, wie auch zum Beispiel in Harthausen feiern wir ein eigenes Antoniusfest. Seinen liturgischen Festtag feiern wir am 13. Juni. Ferner ist er nicht nur der Schutzpatron der „Schlamper“ oder der Menschen, die etwas verloren haben und auf der Suche sind. Antonius freut sich auch gerne über eine Spende.
Eine alte Bäuerin hat mir mal gesagt, als seine Hilfe sich nicht so schnell einstellte, wie sie es sich gewünscht hätte, ich glaube auch der Antonius hat inzwischen aufgeschlagen!!
Ferner ist er auch für Menschen da, die in soziale Not geraten sind. Mit ihrem Opfergeld, das Sie spenden werden somit viele soziale und caritative Aufgaben unterstützt, Menschen, die in soziale Not geraten sind, denen vielleicht das nötige Geld fürs tägliche Essen fehlt oder denen das Geld fehlt für Kleidung oder gar Schreibzeug und Hefte ihrer Kinder. Manchem Studenten konnten wir somit auch schon eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Wir sprechen hiervon auch von einer Unterstützung durch das sogenannte „Antoniusbrot“. Diskret und vertraulich natürlich werden diese Menschen mit diesen Gaben unterstützt.
Wir sagen hiermit ein herzliches Vergelt´s Gott für ihre großherzigen Spenden ins Antoniusopfer und somit zugunsten des Antoniusbrotes.

Ihr Pfarrer Deiß

Heiliger Felix

Viele Eltern taufen ihren kleinen Sohn auf den Namen Felix. Felix heißt übersetzt „der Glückliche“. Sie wünschen ihrem Kind ein glückliches Leben und möchten sich selbst ein Stückchen vom Glück in ihre Familien holen. Heute möchte ich vom Heilgen Felix von Cantalice erzählen. Er wurde im Jahr 1515 in dem Dorf Catalice in Umbrien in Italien geboren. Die Eltern waren arme Bergbauern, die sich keine Mägde und Knechte leisten konnten, und so musste Felix schon früh mithelfen, die Kühe zu hüten. Weil Felix Jesus sehr lieb hatte, schnitzte er sich eines Tages ein Kreuz in den Stamm eines großen Baumes neben der Viehweide. Davor kniete und betete er dann, wann immer er während seiner Arbeit Zeit dazu hatte. Mit 30 Jahren wurde er Kapuzinermönch in Rom und diente seinem Orden 40 Jahre treu. Er sammelte Essen und Geld für sein Kloster ein, denn die Mönche waren arm und hatten keinen eigenen Besitz. Jedes Mal, wenn er ein Gabe erhielt sagte Felix “Deo gratias“, das heißt Dank sei Gott.  Schon bald nannte man den kleinen, gebückten Mann in der braunen Kutte nur noch Bruder Deo gratias.
Die Kinder hatten Felix besonders lieb. Er sammelte sie um sich und sang mit ihnen fröhliche Lieder über Gott und Jesus. Die Kinder trugen diese Lieder weiter und bald sang die ganze Stadt, was Bruder Deogratias vorgesungen hat. Wenn die Kinder ihm zuwinkten und ihn fröhlich begrüßte, weinte er vor Freude. Die Legende erzählt, dass einmal in einer Kirche Maria plötzlich das Jesuskind in die Arme von Felix legte, der dort gerade betete. Deshalb wohl erwählte man ihn später zum Patron der Mütter. Felix von Cantalice starb am 18. Mai 1587. Am 18. Mai kann deshalb sein Namenstag gefeiert werden.

(Mein großes Buch der Heiligen von Vera Schauber und Michael Schindler)

GR Birgit Müller-Dannecker

Heiliger Florian

Florian soll um die Mitte des 3. Jh. In Niederösterreich geboren sein. Nach einer Soldatenkarriere arbeitete er als Kanzleivorstand des römischen Statthalters in Cetium, heute St. Pölten. Als er sich in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian für die gefangenen Christen in Lorch einsetzte, wurde er selbst verhaftet. Florian weigerte sich, dem Christentum abzuschwören, und starb 304 als Märtyrer, indem man ihn mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns warf und so ertränkte. Heute befindet sich an seiner Begräbnisstätte das Augustiner Chorherrenstift Heilige Florian. Er ist einer der Vierzehn Nothelfer und vor allem als Patron der Feuerwehrleute bekannt. Die Legende berichtet, dass auf wundersame Weise eine Quelle entsprang, als Florians Leichnam von Ochsen zu seinem Grab gezogen wurde. Am Ort dieser Quelle, dem sogenannten ,,Floriansbrunnen“, sollen sich viele Wunder ereignet haben. Florian wurde so zum ,,Wasserheiligen“, der zum Schutz vor Bränden angerufen wird. Heiliger Florian ist der Patron der Feuerwehrleute und Hochwasser. Die wiederaufgefundene Reliquie der hl. Florian, die bei Lorch 304 als Märtyrer starb, ruhe heute im neuen Hochaltar der Lorcher Basilika.

Pfarrer Simeon

Heiliger Georg

Georg war vermutlich ein römischer Soldat und starb unter Kaiser Diokletian um 304 in Lydda oder Nikomedia in der heutigen Westtürkei als Märtyrer. Historisch ist kaum etwas über ihn verbürgt und viele Legenden ranken sich um sein Leben. Am populärsten wurde die Legende von Georg als Drachentöter. Demnach soll ein Drache eine Stadt in Libyen bedroht und zuerst Tier-, dann Menschenopfer gefordert haben. Als das Los des nächsten Opfers aus die Königstochter fiel, kämpfte Georg gegen den Drachen und rettete die Stadt, worauf sich die Königsfamilie und die Bewohner zum Christentum bekehrten. Auf der Legende Georgs als Drachentöter, die im Mittelalter entstand, beruht die weit verbreitete Verehrung Georgs. Sowohl in der West- als auch in der Ostkirche erfreut er sich nach wie vor großer Beliebtheit. Er zählt zu den Vierzehn Nothelfern.
Georgiritte sind Pferdewallfahrten zu Ehren des hl. Georgs, die häufig rund um den Gedenktag des Heiligen stattfinden, meist in Bayern und im Salzburger Land, z.B. in Traunstein und Tittmoning. Georg ist der Schutzpatron der Bauern, Soldaten, Reiter, Pfadfinder, Bergleute, Wanderer und Artisten.

Pfarrer Simeon

Heiliger Stanislaus!

Der Gedenktag des heiligen Stanislaus ist der 11. April. Er wurde am 26. Juli 1030 in der Diözese Krakau, Polen, geboren. Seine Eltern hatten dreißig Jahre lang für die Gabe eines Kindes gebetet, bevor Gott ihre Gebete erhört. In Danksagung opferte sie ihn Gott. Von seiner Geburt an haben sie ihm die Frömmigkeit eingeflößt, die er von frühester Kindheit an bewiesen hat. Nach seiner Ausbildung in seiner Heimat ging er nach Paris, um dort das Priestertum zu studieren. Stanislaus empfing den Heiligen Orden vom Bischof von Krakau, der ihn zum Kanoniker seiner Kathedrale machte, und kurz darauf machte er ihn zu seinem Prediger und Generalvikar. Die Beredsamkeit des jungen Priesters und sein heiliges Beispiel führten zu einer gr0ßen Reformation der Moral unter seinen büßigen Geistlichen sowie Laien, die von allen Seiten zu ihm strömten, um spirituellen Rat zu erhalten. Der Bischof wollte das bischöfliche Amt zu seinen Gunsten niederlegen, doch Stanislaus lehnte ab. Doch nach seinem Tod appellierten der König, der Klerus und das Volk an den Papst, Stanislaus wollte dem Willen Gottes nicht widerstehen und wurde 1072 zum Bischof geweiht. Er war Pastoralbischof und beschäftigte sich mit der Reform des Klerus und der Heiligkeit des Volkes. Jedes Jahr machte er eine Visitation seiner gesamten Diözese und heiliges Leben zu führen. Er war unermüdlich in Predigen und streng in der Aufrechterhaltung der Disziplin. Sein Haus war immer überfüllt mit den Armen und er führte eine Liste von Witwen und anderen beunruhigten Personen, denen er regelmäßig half. Heilige Stanislaus wurde 1253 von Papst Innozenz IV. heiligengesprochen. Im Jahr 1979 hat Papst Johannes Paul II. mit seinem Apostolischen Schreiben ,,Rutilans Agmen“ den Gedenktag des hl. Stanislaus (11. April) zu einem gebotenen erhoben. Stanislaus ist ein Nationalpatron Polens und Patron der studierenden Jugend sowie Patron der Ministranten und der Jesuitennovizen.

Pfr. Simeon

Heiliger Josef

Gedenktag 19. März, außerdem 1. Mai Josef der Arbeiter. Heilige Josef, der Pflegevater Jesu Christi und Ehemann der seligen Jungfrau Maria, wird als großer Heiliger in der Kirche geehrt. Die Geschichte seines Lebens wurde nicht von mir geschrieben, aber seine Haupthandlungen durch die inspirierten Evangelisten werden vom Heiligen Geist selbst aufgezeichnet. Was in den Evangelien über ihn erzählt wird, ist so vertraut, dass es keinen Kommentar braucht. Er war königlicher Abstammung und seine Genealogie wurde sowohl von Matthäus als auch von Lukas für uns festgelegt.
Die Evangelien nach Lukas und Matthäus berichten vom Zimmermann Josef aus Nazaret, der mit Maria verlobt war und Ziehvater Jesu wurde. Letztmals wird er bei der Reise zum Paschafest in Jerusalem erwähnt, bei der der zwölfjährige Jesus verloren geht und im Tempel wiedergefunden wird. Josefs öffentliche Verehrung begann in Abendland erst im 14/15 Jahrhundert und wurde besonders durch die Bettelorden gefördert.
Papst Pius IX. erhob ihn 1870 zum Schutzpatron der Kirche. Das apokryphe Jakobusevangelium erzählt, bei der Bräutigamsuche für Maria habe der Wanderstab Josefs als Zeichen der göttlichen Erwählung begonnen zu blühen. In vielen Ländern, z. B. in Italien und Spanien, ist der Josefstag auch der Vatertag, an dem die Väter von ihren Kindern selbstgemalte Bilder und kleine Geschenke erhalten. Den Gedenktag Josef der Arbeiter am 1. Mai führte Papst Pius XII, 1955 ein, um dem Tag der Arbeit eine christliche Prägung zu geben.

Pfr. Simeon

Heiliger Johannes von Gott!

Johannes wurde 1495 in Portugal geboren. Seine Eltern waren arm, aber sehr fromm und wohltätig. Die ersten Jahre in Johannes Leben wurden als Hirte in großer Unschuld und Reinheit verbracht. 1522 trat er in die Armee ein und kämpfte im Krieg gegen die Franzosen und später in Ungarn gegen die Türken. Seine Freundschaft mit bösen Gefährten führte dazu, dass er seine Angst vor einer Beleidigung Gottes verlor und seine Praktiken der Hingabe aufgab. Als er vierzig war, erfüllte ihn eine Predigt, die er hörte, mit Reue für sein früheres Fehlverhalten und er beschloss, sein Leben zu ändern und Buße für seine Sünden zu tun. Er suchte nach Wegen, um für die Sünden seines vergangenen Lebens zu büßen.
Johannes von Gott verkaufte das Wenige, das er hatte, und gab das Geld den Armen. Sein Mitgefühl für die Betroffenen veranlasste ihn, seinen Job zu verlassen, in der Hoffnung, dass er durch die Überfahrt nach Afrika die christlichen Sklaven dort unterstützen und vielleicht die Krone des Martyriums gewinnen könnte. Johannes mietete ein Haus, in dem er sich um die Kranken kümmern konnte, die zu arm waren, um ins Krankenhaus zu gehen. Seine Gedanken waren nun darauf gerichtet, etwas zu tun, um die Armen und Bedürftigen zu entlasten. Er diente und versorgte sie mit solcher Weisheit, Eifer und Sparsamkeit, dass er die ganze Stadt in Erstaunen versetzte. Um ihn bei dieser Wohltätigkeitsarbeit zu unterstützen, gründete er einen Orden, der später die Brüder des heiligen Johannes von Gott genannt wurde. Johannes von Gott, stirbt nur kurz darauf, am 8. März, nachdem er sich von einer Krankheit nicht mehr erholte. Er verabschiedete sich mit 55 Jahren kniend, mit dem Kreuz in der Hand.

Pfr. Simeon

Heiliger Polykarp!

Der Gedenktag des heiligen Polykarp ist der 23. Februar, Bischof von Smyrna, Schüler des Heiligen Johannes des Apostels und Freund des Heiligen Ignatius von Antiochien, war in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts ein verehrter christlicher Führer. Mit 86 Jahren wurde Polykarp in das überfüllte Smyrna-Stadion geführt, um dort lebendig verbrannt zu werden. Die Flammen schadeten ihm nicht und er wurde schließlich von einem Dolch
Joachim Schäfer, ökum. Heiligenlexikon getötet. Der Zenturio befahl, den Körper des Heiligen zu verbrennen. Das ,,Gesetz“ über das Martyrium von Polycarp ist der früheste erhaltene, absolut verlässliche Bericht über den Tod eines christlichen Märtyrers. Er starb im Jahr 155.
Reflexion: Polykarp wurde von allen kleinasiatischen Christen als christlicher Führer anerkannt - eine starke Festung des Glaubens und der Loyalität zu Jesus Christus. Seine eigene Stärke entstand aus seinem Vertrauen in Gott, auch wenn die Ereignisse diesem Vertrauen widersprachen. Er lebte unter Heiden und unter einer Regierung, die gegen die neue Religion war, er führte und fütterte seine Herde. Wie der gute Hirte opferte er sein Leben für seine Schafe und bewahrte sie vor weiterer Verfolgung in Smyrna. Er fasste sein Vertrauen in Gott kurz vor seinem Tod so zusammen: ,,Vater… ich segne dich, dass du mich des Tages und der Stunde würdig gemacht hast…“

Pfr. Simeon

Heilige Agatha!

Der Gedenktag der Heiligen Agatha ist der 5. Februar. Sie, auch bekannt als Agatha von Sizilien, ist eine der am meisten verehrten jungfräulichen Märtyrerinnen der katholischen Kirche. Es wird angenommen, dass sie um 231 in Catania oder Palermo auf Sizilien in einer reichen und adeligen Familie geboren wurde. Sie und ihre Eltern waren Christen. Von ihren frühen Jahren an widmete die besonders schöne Agatha ihr Leben Gott. In jenen Tagen wurden alle Christen auf Befehl des heidnischen Kaisers gefangen genommen und verfolgt. Und so wurden Agatha und ihre Eltern auch von den Männern des Gouverneurs verhaftet und gefoltert, um sie dazu zu bringen, ihren Glauben aufzugeben.
In einem Brief von Paulus an Timotheus, (2Tim,3.12) heißt es: ,,Tatsächlich werden alle, die in der Gemeinschaft mit Christus Jesus ein frommes Leben führen wollen, verfolgt werden“. Wir sollten es erwarten und daher nicht überrascht sein, wenn es kommt. Aber freuen Sie sich, dass Sie an den Leiden Christi teilnehmen, damit Sie überglücklich sind, wenn seine Herrlichkeit offenbart wird. Agatha gefoltert und litt viel in der Hand von Quintianus. Sie wurde eine geweihte Jungfrau, ein Zustand im Leben, in dem junge Frauen sich dafür entscheiden, zölibatär zu bleiben und sich in einem Leben des Gebets und des Dienstes ganz Jesus und der Kirche hinzugeben. Das hinderte Männer nicht daran, sie zu begehren und unerwünschte Fortschritte auf sie zu machen. Einer der Männer, die Agatha wünschten, dessen Name Quintianus war, weil er einen hohen diplomatischen Rang hatte, glaubte jedoch, er könnte sie zwingen, sich von ihrem Gelübde abzuwenden und sie er zur Heirat zu zwingen. Seine beharrlichen Vorschläge wurde von Agatha konsequent abgelehnt, weshalb Quintianus, der wusste, dass sie während der Verfolgung von Entscheidungen Christin war, sie verhaften und vor den Richter bringen ließ. Er war der Richter. Er erwartete, dass sie seinen Forderungen nachgeben würde, wenn sie mit Folter und möglichem Tod gezwungen wurde, aber sie bekräftigte einfach ihren Glauben an Gott, indem sie betet: ,,Jesus Christus, Herr aller, du siehst mein Herz, du kennst meine Wünsche. Besitze alles was ich bin. Ich bin dein Schaf: mach mich würdig, den Teufel zu überwinden.“ Mit Tränen in den Augen betete sie um Mut. Agatha verkündete weiterhin Jesus als ihren Retter. Agatha ist eine der Schutzheiligen der Krankenschwestern.

Pfr. Simeon

Heiliger Sebastian!

Der Gedenktag der heiligen Sebastian ist der 20. Januar. Er wurde in Gallien geboren, aber seine Eltern stammten aus Mailand, Italien, und er wuchs in dieser Stadt als Christ auf. In dem Wunsch, anderen Christen zu helfen, die vom heidnischen Kaiser Diokletian verfolgt und getötet wurden, ging Sebastian im Jahr 283 nach Rom und trat in die Armee ein. Er wurde Offizier und Liebling des Kaisers, aber natürlich war ihm nicht bekannt, dass Sebastian Christ war. Der Kaiser machte ihn schließlich zum Hauptmann einer Kompanie der Prätorianer Wachen, was eine beträchtliche Würde war. In dieser Position bekehrte Sebastian viele zu Jesus. Er half zahlreichen Menschen, sich tapfer dem Martyrium zu stellen. Der heilige Sebastian wird immer als durchbohrt mit Pfeilen oder zumindest mit einem Pfeil dargestellt. Er ist der Schutzpatron der Soldaten, insbesondere der Bogenschützen und Waffenschmiede. Er wird auch gegen die Pest angerufen, weil er unter anderem Rom 680, Mailand 1575 und Lissabon 1599 vor dieser schrecklichen Krankheit geschützt hat.
Pfarrer Simeon

Der Heilige Stephanus!

Der Gedenktag der heiligen Stephanus ist der 26. Dezember. Stephanus Name bedeutet ,,Krone“ und er war der erste Jünger Jesu, der die Krone des Märtyrers erhielt. Dass er Jude war, steht außer Frage, und er war wahrscheinlich ein Hellenist der Diaspora, der Griechisch sprach. Er war einer der Zweiundsiebzig Jünger Christi und damit eng mit seiner Mission verbunden. Er spielte eine bedeutende Rolle in der frühen Kirche. Als die Zahl der Gläubigen weiter zunahm, stellten die Apostel fest, dass sie Helfer brauchten, um sich um die Witwen und die Armen zu kümmern Sie ordinierten sieben Diakone, und Stephanus ist der berühmteste von ihnen. Das Buch der Apostelgeschichte spricht von Stephanus als einem Mann voller Glauben und des Heiligen Geistes, der große Wunder und Zeichen unter den Menschen tat. Sein Dienst war sehr fruchtbar, denn er war voller Gnade und Standhaftigkeit. ,,Die Feinde der Kirche Jesu waren wütend zu sehen, wie erfolgreich Stephans Predigt war. Er sprach mit solcher Weisheit und Geist, dass seine Zuhörer ihm nicht widerstehen konnten, und die Ältesten bestimmter Synagogen in Jerusalem legten eine Verschwörung fest. Zuerst verpflichteten sie sich, mit Stephan zu streiten, fanden sich aber der Aufgabe nicht gewachsen und bestachen falsche Zeugen, um ihn der Gotteslästerung gegen Moses und gegen Gott zu beschuldigen. Unter dieser Anklage schleppten sie ihn vor den Sanhedrin, den höchsten jüdischen Hof. Sie waren voller Wut Bei dieser Anschuldigung erhob er sich gegen Stephanus, aber er hatte keine Angst. Er war vom Heiligen Geist erfüllt und blickte zum Himmel auf. Er schrie: Siehe, ich sehe den Himmel aufgestoßen und den Menschensohn auf der rechten Seite stehen Gott.“ Dabei schrien alle Mit-glieder des jüdischen Rates und hielten mit den Händen die Ohren an, um nicht zu hören, was Stephanus zu sagen hatte. Dann stürmten sie alle auf ihn zu, zogen ihn aus der Stadt und steinigten ihn zu Tode. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes namens Saulus von Tarsus ab. Als sie ihn steinigten, betete Stephanus: ,,Herr Jesus, nimm meinen Geist an.“ Dann fiel er auf die Knie und rief mit lauter Stimme: Herr, halte diese Sünde nicht gegen sie.“ So starb der heilige Märtyrer im Gebet für seine Henker und folgte dem edlen Beispiel seines Meisters und Herrn, für den er Martyrium und Tod erduldete.

Pfarrer Simeon

Heilige Lucia!

Der Gedenktag der heiligen Lucia ist der 13. Dezember. Sie wurde um 283 in Syrakus, Italien geboren. Lucia bedeutet Licht und die funkelnden Augen des kleinen Mädchens zeigten, dass sie gut benannt war. Sie war die Tochter sehr edler und reicher Eltern. Ihr Vater starb, als sie noch sehr jung war, und Lucia versprach Jesus heimlich, dass sie niemals heiraten würde, damit sie seine allein sein könnte, deren Liebe sie für kostbarer hielt als alles andere auf der ganzen Welt. Lucia begleitete ihre Mutter zum Grab der hl. Agatha. Durch ihre Gebete wurde ihre Mutter geheilt.
Lucia litt damals unter großer Verfolgung in den Händen des Kaisers, weil sie sich weigerte, die römischen Götter anzubeten. Der Gouverneur befahl, Lucia zu ihm zu bringen und befahl ihr, den heidnischen Göttern zu opfern. Als sie sich weigerte, wurde sie an einen Ort der Sünde und Schande gebracht und mit Empörung behandelt. Aber Gott griff mit einem Wunder ein und half ihr, ihre Reinheit zu bewahren. Als böse Männer versuchten, sie mit Gewalt wegzuziehen, wurde die Jungfrau plötzlich durch die Kraft Gottes unbeweglich. In seiner Wut befahl der Gouverneur, ein Feuer um sie herum entzünden zu lassen. Als einer der Diener sah, dass sie selbst inmitten lodernder Flammen unverletzt war, steckte man ihr ein Schwert durch die Kehle. So starb Lucia am 13. Dezember 304 als Märtyrerin aus Liebe zu ihrem göttlichen Ehepartner. Sie wurde seit dem sechsten Jahrhundert in Rom unter den berühmtesten jungfräulichen Märtyrern geehrt, deren Triumphe die Kirche feiert, und ihr Name wurde in den Kanon der Messe eingefügt, sowohl in Rom als auch in Mailand.

Pfarrer Simeon

Der Heilige Franz Xaver

Franz Xaver wurde im Jahr 1506 auf der Burg Xavier im ehemaligen Königreich Navarra geboren, das im Jahr 1512 von den Truppen Ferdinand von Aragons erobert wurde. Er studierte ab 1525 an der Sorbonne in Paris und wohnte im College Sainte-Barbe. Franz Xaver und Peter Faber gehörten zu den ersten, die sich im Jahr 1533 Ignatius von Loyola anschlossen und später mit ihm und drei anderen den Jesuitenorden gründete. Die Priesterweihe empfing Franz Xaver 1537 in Venedig. Im Jahr 1539 arbeitete er in Rom mit Ignatius beim ersten Entwurf der jesuitischen Ordenssatzung zusammen. Ab dem Jahr 1545 missionierte er auf der hinter indischen Halbinsel Malakka und auf mehreren Inseln der von den Portugiesen entdeckten Molukken im heutigen Indonesien. Namenstag des Heiligen ist der 3. Dezember. Dieser Gedenktag gilt für die römisch-katholische Kirche, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika, die Anglikanische Gemeinschaft. Er ist in der Römisch-Katholischen Kirche Schutzpatron von Indien, Patron aller Missionare und Missionen sowie der Seereisenden. Er wird zum Schutz gegen Sturm und Pest angerufen. Sein Beistand wird für eine gute Sterbestunde erfleht. Heilige Franz Xaver starb in einem Alter von 46 Jahren 1552. Seinen Leib legte man in einen ziemlich großen Sarg und füllte ihn mit ungelöschtem Kalk, damit man die Gebeine, wenn das Fleisch verzehrt sei, nach Goa mitnehmen könne. Am 17. Februar 1553 öffnete man den Sarg, fand aber das Gesicht so frisch und blühend, wie das eines schlafenden Menschen; der lieblichste Wohlgeruch drang aus dem Sarge. Man legte ihn nun in das Schiff und landete damit am 22. März 1553 zu Malacca, wo plötzlich die seit einigen Wochen dort herrschende Pest verschwand. Im August desselben Jahres fand man den Leib des Heiligen noch frisch und unversehrt, worauf man ihn nach Goa überführte, wo er am 15 März 1554 in der Kirche des Collegiums zum hl. Paulus seine bleibende Ruhestätte fand. Franz Xaver’s Beatification geschah durch Papst Paul V. am 25. Oktober. 1619, seine Heiligsprechung durch Papst Gregor XV. am 12. März 1622.

Pfr. Simeon

Der Heilige Martin von Tour!

,,Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles. Was du hast, und gibst den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach“ (Lk,18: 22).
Ich vergleiche dieses Zitat mit dem Leben des Heiligen Martin von Tour. Er wurde um das Jahr 316 in Sabaria geboren, einer römischen Stadt im heutigen Ungarn. Aufgewachsen ist er in Italien. Seine Eltern waren vornehme Bürger und opferten, wie es üblich war, den römischen Göttern: Der Vater war Berufssoldat im Rang eines Offiziers.
Im Alter von zehn Jahren begann Martin sich für den Christlichen Glauben zu interessieren. Gegen den Willen seiner Eltern meldete er sich zum Taufunterricht an. Eines Tages sah Martin einen in der Kälte schlotternden Mann. Er war von Mitleid gerührt. Aber was könnte er geben? Er hatte kein Geld. Alles, was er hatte, war sein Mantel. Er zog sein Schwert, schnitt den Mantel in zwei Hälften und gab einen Teil dem armen Mann, während er die andere Hälfte um sich wickelte. Praktisch konnte Martin das tun, indem er Jesus nachfolgte. Denn die Nachfolge Jesu erfordert, dass man sich von allem losreißt.
Des heiligen Bischofs Martin von Tours gedenken wir, der seit seinem Tod vor über 1600 Jahren nichts an Bekanntheit und Beliebtheit eingebüßt hat. Als Heiliger der Nächstenliebe hat er das verwirklicht, was uns Jesus im Lukas Evangelium bei-spielhaft zeigt: Die Not seiner Mit-menschen zu sehen und ihnen zu helfen.
Nicht immer haben wir in unserem Alltag den Blick für den Nächsten. Nicht immer sind wir bereit, die Not des Anderen höher zu schätzen als unsere eigenen Interessen. Tragen wir vor Gott unsere Schwächen und Fehler.

Pfr. Simeon

Heiliger Martin von Porres!

Martin von Porres war ein peruanischer Dominikaner, 1579 in Lima, Peru geboren. Er wird in der Römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Martin von Porres war der Sohn des spanischen Edelmanns Juan de Porres und der Anna Velasquez, einer Tochter afrikanischer Sklaven aus Panama. Von seiner Mutter wurde er religiös erzogen. Er wurde Gehilfe eines Arztes und erwarb sich dadurch Kenntnisse als Wundarzt und Apotheker. Durch seine liebevolle Art war er bald sehr bekannt und besonders bei den Armen beliebt. Es wurden auch wundersame Heilungen berichtet.
Martin von Porres wurde 1837 von Papst Gregor XVI. selig gesprochen. Johannes XXIII. sprach Martin von Porres am 6. Mai 1962 heilig. Sein Gedenktag in der römisch-katholischen Kirche ist der 3. November. Der heilige Martin von Porres ist Schutzpatron des Pflegepersonals und der sozialen Gerechtigkeit: Er wird bei Ratten- und Mäuseplagen angerufen.
Pfr. Simeon

Die Heilige Teresa von Avila

Teresa von Avila wurde am 28. März 1515 als Tochter eines jüdischen Geschäftsmannes geboren. Ihr Geburtsname war Teresa Sanchez de Cepeda y Ahumada. Gegen den Willen ihres Vaters tritt sie 1535 in den Karmel ,,Unsere Frau von der Menschwerdung“ in Avila ein und wird am 2. November 1536 eingekleidet. Am 15. August 1539 fällt sie in ein viertägiges Koma und benötigt viele Monate, um sich davon zu erholen. Lange Zeit danach war sie noch gelähmt, in der sie mehrere mystische Erlebnisse und Visionen hatte. Diese Erfahrungen mündeten im Jahr 1554 am Bild der Geißelung in einer zweiten Bekehrung. Am 24. August 1562 gründete Teresa das erste Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen (Teresianische Karmel), einem reformierten Karmelitinnenkloster.
Ihre Geduld unter Krankheit, Provokation und Enttäuschung, ihr festes Vertrauen in Gott und in ihren gekreuzigten Erlöser unter allen Stürmen und Schwierigkeiten, ihre Fügsamkeit gegenüber den Urteilen ihres Beichtvaters und ihr unerschrockener Mut, unglaubliche Not und Verfolgung und Gefahren zu ertragen, sind ein praktischer Kommentar dazu die Worte, die sie schrieb.
Teresa starb am 4. Oktober 1582 und ihr Körper ist unbestechlich geblieben, umgeben von einer duftenden Flüssigkeit. Sie wurde sowohl vor als auch nach ihrem Tod durch viele Wunder verherrlicht; und 1622 Papst Gregor XV. schrieb sie unter die Zahl der Heiligen ein. Papst Paul VI. proklamierte die heilige Teresa im Jahr 1970 zur Kirchenlehrerin.
Ihr Gedenktag ist der 15. Oktober.
Pfr. Simeon

Theresa von Lisieux oder Theresia vom Kinde Jesus!

Die Heilige Theresa von Lisieux, oft genannt die ,,kleine Blume“, war die jüngste von fünf Mädchen einer frommen französischen Familie in Alencon. Sie wurde 1925 von Papst Pius XI. heiliggesprochen und 1927 zusammen mit dem heiligen Franz Xaver zur himmlischen Patronin aller Auslandsmissionen ernannt.
Während ihres neunjährigen Klosterlebens blieb sie so demütig und selbst – und so, dass sie unbemerkt verstarb. Sie litt viel wegen ihrer schwachen Gesundheit und der Krankheit, die ihren jungen Körper verwüstete, aber sie versuchte, die Tatsache vor allen zu verbergen. Sie beschwerte sich nicht über ihre Blutungen und die schmerzhaften Wunden, die ihren Körper bedeckten. Sie lächelte und war bis zum Schluss angenehm, denn sie wusste, dass ihr Leiden viele Seelen retten würde.
Theresa starb am 30. September 1897 im Alter von 24 Jahren. Innerhalb weniger Jahre nach ihrem Tod wurde diese junge Karmelitin in der ganzen Welt bekannt. Wunder und Gnaden ohne Zahl werden ihrer Fürsprache zugeschrieben.
Pfarrer Simeon

Der Heilige Matthäus

An jeden 21. September feiert die Kirche den Heiligen Matthäus. Was ich persönlich am Heiligen Matthäus gut finde oder was wir heute von ihm lernen: Von einer Sekunde auf die andere kann sich ein Menschenleben total verändern. Manche Veränderung kommt einfach auf uns zu und wir müssen mit ihnen umgehen. Die Veränderung, die auf Matthäus zukam, lag an einer Begegnung mit Jesus und dessen Aufforderung: ,,Folge mir nach!“ Und Matthäus folgte dieser Aufforderung.
Jesus sprach zu ihm: ,,Folge mir nach!“ Sofort stand Matthäus auf und verließ sein Geld und seine Position, um dem Herrn zu folgen. Überglücklich bereitete er in seinem Haus ein großes Fest für den Meister und seine Jünger und lud seine Mitmenschen ein – auch Steuereintreiber. Die Geschichte von Matthäus Ruf wird in seinem eigenen Evangelium erzählt. Levi, wie Matthäus genannt wurde, bevor Christus ihn zu seinen Nachfolgern erwählte, Obwohl er Jude war, war er ein Zollsammler für die Römer, die die Juden erobert und über sie regiert hatten. Aus diesem Grund mochten ihn seine Landsleute nicht.
Die Berufung von Matthäus soll im zweiten Jahr des öffentlichen Dienstes Christi stattgefunden haben, der ihn in diese heilige Familie der Apostel, die geistlichen Führer seiner Kirche, aufgenommen hat. Matthäus ging mit Jesus umher, hörte seinen Lehren zu und erlebte seine Wunder. Es heißt, der heilige Matthäus sei gegangen, nachdem er in Judäa viele zu Christus gepredigt und bekehrt hatte, um den Völkern des Ostens zu predigen.
Meine Schwestern und Brüder, wir sind aufgerufen, Heilige zu sein, wenn wir diese Woche den Heiligen Matthäus nachdenken. Trotzdem ist es wichtig,
dass wir uns daran erinnern, dass diejenigen, die Heilige geworden sind, dies nicht wegen der sogenannten großen Taten tun, die sie vollbrachten, sondern wegen der Liebe Gottes und des Nächsten, die sie trieben.
Wir müssen nicht lange suchen, um die Wahrheit zu finden. Alles, was wir brauchen, sind die Worte des Heiligen Paulus: ,,Wenn ich mit Menschen- und Engelzungen redete, aber keine Liebe habe, bin ich eine klingende Schelle. Und wenn ich die Gabe der Prophezeiung habe und alle Geheimnisse und alles Wissen verstehe; Wenn ich allen Glauben habe, um Berge zu versetzen, aber keine Liebe habe, bin ich nichts. Wenn ich alles weggebe, was ich besitze, und wenn ich meinen Körper übergebe, damit ich mich rühme, aber keine Liebe habe, gewinne ich nichts“ (1. Kor 13,1-3). Es gibt sieben Eigenschaften der Heiligen: (1) Die Heiligen sind nicht perfekt. (2) Alle Heiligen sind erfüllt von der Liebe Gottes. (3) Alle Heiligen lieben andere Menschen. (4) Alle Heiligen sind Risikoträger. (5) Die Heiligen sind demütig. (6) Heilige sind Menschen des Gebets. (7) Die Heiligen sind Menschen ihrer Zeit.
Jeder der Heiligen hatte menschliche Fehler und Mängel. Sie machten Fehler. Selbst am Ende ihres Lebens waren sie immer noch auf Reue, Vergebung und Versöhnung angewiesen. Es gibt keine Klassenunterschiede in der Kirche oder im christlichen Leben. Es gibt auch keine Hindernisse im Laienleben, die einen daran hindern, ein tiefes spirituelles Leben anzustreben und zu erreichen. Wir müssen die Hindernisse betrachten und nach ihnen suchen Was sie sind: Chancen. Es gibt genug Chancen, genug Leiden, genug Herausforderungen und vor allem genug der Gnade für uns alle, genauso leidenschaftlich mit Gott umzugehen wie die Heiligen.

Pfr. Simeon