Sei gut, Mensch!

Guter Gott,
oft bewerten wir Dinge, unser Leben, unsere Mitmenschen: gut oder schlecht.
Manchmal stehen wir uns damit selbst im Weg. Wir sehen nicht den Moment, nehmen nicht wahr was ist, sondern überlegen, was sein sollte, könnte, müsste.
Hilf uns anzunehmen, was ist, ohne zu werten. Achtsam zu sein in und mit unserem Leben. Damit wir offen sind für die kleinen Dinge, offen für den Flügelschlag des Augenblicks.
Amen.

„Gut sein“ – was heißt das?
Heißt das Erwartungen erfüllen? Heißt das nichts in die falsche Tonne reinmüllen? Heißt das, immer obenauf zu sein, jedem zu Dienste, immer schön fein? Heißt das, zu leben in der Konvention? Heißt das brav nicken in jeder Diskussion? Heißt das sich rühmen mit gutem Gewissen: „Heute habe ich Großes gerissen“? 
Oder ist „Gut sein“ nicht mehr ein Versprechen, nicht mit Gottes Wort zu brechen? Zu lieben den Nächsten und wichtig auch sich, zu schauen vom Du zum Ich. Nicht zu vergessen: Gott rief uns ins Leben, er möchte uns alles geben. Wer lebt in dieser Haltung auf Erden, der wird wohl „Gutmensch“ genannt werden.

aus "Spirituelle Impulse –Denkanstöße zur Caritas-Kampagne 2020"